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Der Wandel der Basiliskenmarke
Im Jahr darauf fand eine "Portoanpassung" statt : für den Standardbrief waren nun 0,55 Euro zu bezahlen. Die "alten" Marken waren noch massenhaft vorhanden. Um sie weiterhin nutzen zu können, wurde zunächst eine Zusatzmarke im Wert von 0,04 Euro geschaffen. Sie zeigt dasselbe Motiv, ist aber zur Unterscheidung im Farbumfang reduziert. Doch bald zeigte sich ein neues Problem: Statt einer Marke mussten die Schalterbeamten jetzt zwei ausgeben - eine unnötige Arbeitsbeschaffung. Anstatt eine neue Dauermarke zu gestalten, setzte die Österreichische Post auf die billigere Lösung: Die alte Marke wurde überdruckt! In einer speziellen fluoreszierenden Farbe erscheint der vom Künstler Adolf Tuma entworfene Basilisk nun über dem alten Nennwert. Der neue Wert wurde links oben eingefügt. Auf Passgenauigkeit wurde dabei wenig Wert gelegt: Die genaue Position des Überdrucks kann von Druckbogen zu Druckbogen leicht variieren! Obwohl dieser Brief im November 2003 befördert wurde, Auch das gibt es: Die 0,51 Euro-Marke mit Zusatzaufkleber für die fehlenden 4 Cent. Merk's Wien: Der Basilisk, das Ungeheuer auf der Briefmarke Alles wird teurer, sogar der alte Witz mit den Briefmarken, die immer noch das Gleiche kosten wie vor zehn Jahren, funktioniert nicht mehr: Die, die früher 51 Cent gekostet hat, in der Serie "Ferienland Österreich" erschienen ist und die nächtliche Schönlaterngasse in Wien zeigte, zeigt nun immer noch die nächtliche Schönlaterngasse in Wien. Aber links unten, wo die 51 Cent standen, ist ein dicker schwarzer Fleck, er sieht ein bisschen aus wie ein Dieb, der sich davon macht. Der freundliche Mann am Schalter gibt auch einen Wink: "Es ist der Vierte Mann." Aber nein, obendrüber steht ja, wer es ist: "Basilisk". Das ist belehrend für Touristen wie für Heimische, die gerne über die Geldverschwendung bei der Post schimpfen: Oben links steht nun der neue Wert, 55 Cent. Aber auf diese Art wiederverwerten darf wirklich nur die Post. Nicht, dass Sie allfällige Altbestände selbst übermalen! jl
© MMV by J. Georg Friebe |